Text zu Rassimus

Rassismus?

Nicht nur wer Gewalt gegen Menschen anderer (sozialer) Herkunft oder Hautfarbe ausübt oder meint, dass „die Tschuschn olle hamgehn soin“ vertritt rassistische Positionen.

Rassismus wird oft und vielleicht sogar häufiger im Stillen ausgeübt. Viele Leute verhalten sich dementsprechend, und merken es in vielen Fällen selbst nicht.

So diskriminieren oder verstoßen sie bewusst oder unbewusst andere Menschen auf Grund von Merkmalen.
Sie verhalten sich ablehnend und unfair gegenüber bestimmten Gruppen, welche sich in einem oder mehreren Punkten von den eigenen Merkmalen, der eigenen Identität, unterscheiden. Diese Kriterien sind lange nicht mehr auf Hautfarbe und Herkunft beschränkt.

Diskriminierung aufgrund von Merkmalen wie religiöser Zugehörigkeit, Geschlecht, Beruf, Lebensstil usw. sind ebenfalls Rassismen.

Rassist_innen haben entweder Angst vor dem Unbekannten bzw. dem was einem nicht gleich ist, versuchen innere oder ökonomische Unsicherheiten, mit der Erniedrigung anderer zu kompensieren, dies kann oft einhergehen mit einem starken Gefühl von Wut, Hass, Ignoranz oder Unsicherheit, welches im stillen Einvernehmen mit anderen Rassist_innen, kollektiv an bestimmten Gruppen ausgelassen wird.

Dabei müssen die damit verbunden “Urteile” längst nicht mehr auf eigenen Erfahrungen beruhen. Längst produzieren Medien/ Werbung und Politik diese ohne das je ein persönlicher Kontakt mit den Betroffenen stattgefunden hat.

Diese Muster bauen sich zu scheinbar unüberwindbaren, in keinem realen Kontext mehr stehende Meinungspositionen aus. Diese, und seien sie noch so absurd, machen das Kennenlernen von Menschen aus der diskriminierten Gruppe schwierig. Findet dennoch ein positiver Kontakt statt so wird dieser als “Ausnahme” gesehen und die generellen Vorurteile bleiben bestehen.

So ist es schon diskriminierend und somit ein rassistischer Akt,
- wenn man dem/der “Fremden” auf der Straße keine Auskunft geben will, weil man Angst hat zugequatscht zu werden!
- sich vor Anderen zu ekeln, weil die äußerlichen Standards, wie gepflegte Kleidung und gestriegeltes Aussehen, nicht eingehalten werden wollen oder können!
- sich bei Auseinandersetzungen der dominanten Gruppe anzuschließen, ohne den Streitpunkt wahrhaftig zu reflektieren!
- wenn man sich bei diskriminierenden Handlungen anderer nicht einmischt und nicht zu Zivilcourage fähig ist!

Rassismus beginnt im Kopf!
Wer von Äußerlichkeiten auf das Innenleben schließt und sich auf diese Meinung versteift, beschränkt seine eigene Entwicklung, ist nicht bereit, Neues zu lernen und steht sich selbst und einer friedlichen Welt damit im Weg.

Deshalb: Gib Rassismus keine Chance!